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Akupunktur

 
als private Leistung derzeit € 30,-- je Einheit
als Kassenleistung für Patienten der OÖ Gebietskrankenkassen:
Pro Quartal werden bei entsprechender Diagnose die Kosten für 10 Einheiten von der Krankenkasse übernommen.
Bei allen anderen Kassen muss der Patient/die Patientin derzeit € 30,-- zuerst selbst bezahlen. Die Krankenkasse übernimmt danach einen Teil der Kosten wenn die Rechnung eingereicht wird.

 
Die Akupunktur kommt aus China, wo sich rund 2500 Jahre v. Chr. die Volksmedizin zu einer Hochblüte entwickelte und ist heute unter dem Begriff TCI bekannt.

Die Methoden der traditionellen chinesischen Medizin umfassen im wesentlichen drei Therapieverfahren:

Bereits damals ging man von einer Diagnostik aus, die auch heute noch Gültigkeit haben sollte:

Gleichgewichtszustand (Yin und Yang):

Gesundheit ist für chinesische Mediziner ein Gleichgewichtszustand zwischen gegensätzlichen Kräften. Beide bilden eine Ganzheit, die im steten Wechselspiel der Gegensätze die Lebensenergie Qi hervorbringen. Diese ständig fließende Energie sammelt sich beim gesunden Menschen in den Organen und fließt ungebrochen durch Meridiane. Jeder Lebensvorgang, jede Organfunktion ist Ausdruck des Wirkens von Qi. Nach traditioneller chinesischer Vorstellung entstehen Krankheiten meistens dann, wenn der Fluss von Qi stockt. Die Harmonie von Yin und Yang wurde gestört. Das Anstechen der Akupunkturpunkte ermöglicht der Energie dann wieder ein ungehindertes Fließen.

Meridiane:

Nach traditioneller chinesischer Vorstellung wird der menschliche Körper von einem Linien-Netzwerk überzogen. Der Begriff Meridian entstand aus der Anordnung der Linien oder Bahnen: sie verlaufen polar in der Längsachse des Menschen. Es gibt zwölf paarige (Yin und Yang) Hauptmeridiane, die in einer engen Wechselbeziehung zu den Ebenfalls nach Yin und Yang angeordneten Organen stehen. Wichtig sind zwei „außerordentliche“ Bahnen, die an der Mittellinie der Körpervorderseite und -rückseite liegen. Auf diesem System der insgesamt 14 Meridiane liegen 361 klassische Akupunkturpunkte.

Organe:

Der Begriff „Organ“ ist irreführend, denn nach alter Vorstellung beschränkt sich der Begriff nicht auf Anatomie und Physiologie eines Organs, sonder umfasst alle Funktionen eines Organsystems. So enthält beispielsweise der Funktionskreis Lunge die gesamte Atemfunktion einschließlich der Riechfunktion. Insgesamt kennt die chinesische Medizin elf Organe oder Funktionskreise, die mit den Meridianen in enger Wechselbeziehung stehen. Der einem Organ jeweils zugehörige Meridian ist vergleichbar mit einem Ast, der am Baum „seines“ Organs abzweigt. auf ihm liegen die Akupunkturpunkte wie Knospen, über die man die Organfunktionen therapeutisch mit Nadeln, Wärme oder Massage beeinflussen kann.

Nadelung:

Die Akupunkturpunkte werden heute meist mit Stahlnadeln angestochen. Die Nadeldicke schwankt zwischen 0,2 und 0,4 mm, die Nadellänge zwischen 1 und 10 cm. Während der Behandlung kann der Patient liegen, sitzen oder in seltenen Fällen stehen. Am wichtigsten ist eine stabile, entspannte Position.

Je nach Störung wird unterschiedlich genadelt: